Pflanzengesundheits-Monitoring steigert Kartoffelerträge

Familienunternehmens gehört es, kontinuierlich die Anbaumethoden zu verbessern. Mit Pflanzenbestandssensorik lassen sich die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen berücksichtigen, um die Erträge zu steigern. Der Schlüssel zum Erfolg ist Präzisionslandwirtschaft.

Bei Finnegan's Farm werden Kartoffeln und Gemüse angebaut, geerntet, verpackt und direkt zu Einzelhändlern in ganz Irland transportiert. Der Betrieb strebt danach, perfekte Produkte herzustellen. Deshalb ist das Team ständig auf der Suche nach Möglichkeiten zur Optimierung der Anbaumethoden. In der heutigen Zeit lohnt sich das mehr als je zuvor.

 

Nachhaltigerer Anbau

 

„Wir haben entschieden, neue Arbeitsverfahren auszuprobieren, weil wir schon heute die kommenden Herausforderungen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehen“, sagt John Smith, Geschäftsführer von Finnegan's Farm. „Unser Topcon-Händler Wel-Tech konnte uns eine Technologie anbieten, die unseren Anforderungen gerecht wird und künftige Herausforderungen vorwegnimmt.“

„Dies ist der erste Einsatz von CropSpec in Irland“, berichtet Craig England, Technologieexperte von Topcon. „Der Vorteil von CropSpec ist die Möglichkeit, das Feld bereits im Jahr vor der Kartoffelpflanzung zu erfassen. Sind die Kartoffeln im Boden, liegt deshalb bereits eine Applikationskarte für die angepasste Ausbringung von Düngemitteln vor. Unser Ziel ist es selbstverständlich, die Mengen der ausgebrachten Düngemittel und Chemikalien möglichst gering zu halten.“

„Entscheidend für die Kartoffelernte ist die Entfeuchtung, die für gleichmäßige Qualität sorgt und übergroße Kartoffeln verhindert“, sagt John Smith. „Wir hoffen, dass wir mit CropSpec eine Applikationskarte für variable Mittelausbringung für die zweite Entfeuchtung erstellen können, um den Betriebsmitteleinsatz zu reduzieren, gesündere und nachhaltigere Produkte zu erzeugen und die gewünschte Qualität zu erreichen.“

"Bei unseren ersten Bonituren waren wir von den Ergebnissen mehr als beeindruckt.“

Gavin Weldon, Eigentümer, Wel-Tech

Technologie „sieht“ mehr

Technologie „sieht“ mehr

CropSpec ist ein Pflanzenbestandsensor zur Montage auf einem Traktordach. Er lässt sich bei Bedarf leicht abnehmen und auf einem anderen Traktor montieren.

„Das System kann Problembereiche aufspüren, bevor diese für das menschliche Auge erkennbar werden“, sagt Gavin Weldon, Inhaber von Wel-Tech. „Bei unseren ersten Testgrabungen waren wir von den Ergebnissen mehr als beeindruckt. Alle als problematisch markierten Bereiche haben wir einzeln mit Grabungen überprüft. Dabei zeigte sich, dass eine Steigerung des Ertrags um zwei bis drei Tonnen pro Hektar möglich gewesen wäre. Deshalb erwarten wir, dass sich das neue System innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre rasant bezahlt machen wird.“

Um die Entwicklung der Kulturen genauer zu analysieren und das Beste aus CropSpec herauszuholen, hat Finnegan's Farm einen Spezialisten beauftragt. Paul Ward, Agronom für FarmTech Solutions, bestätigt den Nutzen von CropSpec: „Das System wird die Pflege der Kulturen bei Finnegan's Farm effizienter machen. Dank der Erfassung detaillierter Daten zur Gesundheit und Entwicklung der Pflanzen wird ein variabler Einsatz von Betriebsmitteln möglich. Erträge und Leistung lassen sich deutlich steigern.“

 

"Dies wird zukünftig eine wichtige Aufgabe in der Landwirtschaft sein.“

John Smith, Geschäftsführer, Finnegan’s Farm

Pflanzengesundheit besser verstehen

Pflanzengesundheit besser verstehen

„Wenn ein Arbeiter aufs Feld fährt, steht im Voraus fest, welche Stoffe in welchen Mengen auf welche Flächen ausgebracht werden sollen. Verlässt er das Feld, werden die neu erfassten Daten an das Online-System übertragen“, sagt John Smith. „Es gibt also weder Verzögerungen noch Fehler bei der Rückmeldung an das Büro.“

Wie funktioniert das konkret? Craig England erklärt: „Wenn der Kunde mit der X35-Konsole auf das Feld fährt, um zu sprühen oder zu streuen, überwacht CropSpec die Pflanzen und erfasst ein klares Bild der schwächeren und stärkeren Bereiche des Feldes. Kehrt das Fahrzeug auf den Hof zurück, werden die Felddaten über das CL-10-Gerät automatisch zur Topcon Agriculture Platform (TAP) übertragen und können vom Agronomen ausgewertet werden.“

Mit entsprechenden Berechnungen wird ermittelt, wie viel Wasser, Nährstoffe usw. bestimmte Bereiche der Kartoffelfelder benötigen. Craig England: „Der Agronom erstellt eine Rezeptkarte, die dafür sorgt, dass die Kartoffeln bei der letzten Sprühfahrt kurz vor der Ernte entfeuchtet werden.“

„Weil die Technologie neu ist, kennen wir noch nicht alle Daten. Das ist wahrscheinlich der interessanteste Teil unseres Projekts“, sagt John Smith. „Mit jedem Tag, an dem wir dieses System benutzen, verstehen wir die Gesundheit und die Bedürfnisse unserer Pflanzen besser. Solche Lernprozesse werden zukünftig eine wichtige Aufgabe in der Landwirtschaft sein.“

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