Intelligenter Gülleselbstfahrer reduziert Bodenverdichtung und optimiert Ertrag

Wie kann es gelingen, effizienter zu düngen? Der auf Ackerbau spezialisierte niederländische Familienbetrieb Cerfontaine erprobt einen neuen Ansatz.

Das Unternehmen will die Produktionsmengen steigern und gleichzeitig Zeit, Kraftstoff und Düngemittel sparen. Wie das Team herausgefunden hat, lassen sich mit intelligenten Prozessen sogar noch weitere Verbesserungen erreichen.

Mehr Einblicke in den Prozess

Mit einem neuen Leitsystem für seinen Gülleselbstfahrer von Vervaet kann Cerfontaine inzwischen Überlappungen minimieren und seine Maschinen effizienter einsetzen.

Wie kam es zu der Entscheidung, die neue Technologie auszuprobieren?

„Anfangs wollten wir nur unsere Zwiebelerträge erfassen. Dabei haben wir Topcon kennengelernt. Gemeinsam beschlossen wir, die Topcon Konsole versuchsweise auch auf unserem Gülleselbstfahrer zu installieren“, berichtet Geschäftsführer Daniël Cerfontaine.

Dank der Technologie von Topcon kann das Unternehmen seinen Kunden nun tiefere Einblicke in seine Arbeit geben. „Mit der TAP (Topcon Agriculture Platform) und den Konsolen von Topcon können wir unseren Kunden nun viel leichter zeigen, wie wir arbeiten, und wo genau der Dünger ausgebracht wird. Außerdem können wir genaue Flächenmessungen durchführen. Das alles hat unsere Prozesse spürbar erleichtert.“

"Es ist jetzt einfacher für uns, unsere Kunden darüber zu informieren, wie die Arbeit erledigt wurde."

Daniël Cerfontaine, CEO at Cerfontaine

Gut für die Fruchtbarkeit des Bodens

Ein entscheidender Unterschied zur bisherigen Arbeitsweise besteht bei Cerfontaine darin, dass der Gülleselbstfahrer die einzelnen Parzellen nicht mehr umrunden muss, bevor mit der Arbeit begonnen wird. Früher wurde mit den sogenannten Schätzfahrten ermittelt, wie viel Dünger, Gülle oder Pflanzenschutzmittel überhaupt benötigt werden. Dank TAP ist dieser Prozess nun vereinfacht worden.

Die benötigten Ausbringmengen der einzelnen Produkte werden vorab geplant und anhand von Applikationskarten ausgebracht. So lässt sich deutlich präziser düngen, und die Fahrer ermüden nicht mehr so schnell.

„Auf der Konsole sehe ich die berechneten Fahrspuren“, erklärt Bruce, der den Gülleselbstfahrer steuert. „Sobald ich mit dem Fahrzeug eine dieser Spuren erreiche, folgt das Lenksystem automatisch der Spur. Am Ende wende ich und fahre zur nächsten Spur. Das macht meine Arbeit wesentlich leichter.“

Durch den effizienten neuen Ansatz wird gleichzeitig die Bodenverdichtung verringert, was der Bodenfruchtbarkeit zusätzlich zugutekommt.

"Wir möchten die gesammelten Daten nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen."

Daniël Cerfontaine

Aus Erfahrung klug

„Vervaet ist ein wichtiger niederländischer Hersteller, der vielen Landwirten hilft, effektiver zu arbeiten“, erklärt Tim van der Leck, Spezialist für digitale Landwirtschaft bei Topcon. „Bei Cerfontaine konnten wir zum ersten Mal eine Maschine von Vervaet mit unserem automatischen Leitsystem ausstatten. Uns kommt es darauf an, einen reibungslosen Betrieb und fehlerfreie Kommunikation sicherzustellen. Die Maschine sammelt zum Beispiel Daten, die an unsere Cloud-Umgebung gesendet werden, auf die Cerfontaine zugreifen kann. Anhand der dort aufbereiteten Daten können alle Beteiligten lernen, wie sich die Arbeiten noch effizienter durchführen lassen.“

Die Maschine kann während der laufenden Arbeiten problemlos mit den Support-Teams von Topcon kommunizieren. Fahrer Bruce ist begeistert von der Möglichkeit zur Fernunterstützung. „Während ich fahre, kann sich Topcon aus der Ferne in mein System einloggen. Sie können sehen, was ich vorhabe, und ich bekomme ihre Vorschläge angezeigt. Das funktioniert ziemlich gut.“

Anhand der Daten, die mit der Topcon Agriculture Platform erfasst werden, lässt sich der Maschineneinsatz optimieren. Cerfontaine wird also auch bei künftigen Projekten profitieren und seine Rendite weiter maximieren können. In den Worten des Geschäftsführers: „Wir erwarten, dass wir die vielen gesammelten Daten in Zukunft nutzen können, um mehr über unsere Prozesse zu lernen und bessere Entscheidungen für unseren Betrieb zu treffen.“

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